Philippe Fretz fügt in Anlehnung an den Flügelaltar dreiunddreissig Ölgemälde zum monumentalen, freistehenden Fresko «Divine, chromatie» zusammen. Sein Bezug zu Dante Alighieris «Die Göttliche Komödie» zeigt sich in der Übersetzung von der Hölle, dem Fegefeuer und dem Paradies in ein komplexes Traumbild. Philippe Fretz zeichnet die Reise von Dante auf rigorose und gleichzeitig skurrile Weise nach, wenn er sie in eine Golfpartie münden lässt. Indem Fretz gegenwärtige und historische Motive überlagert, macht er seine eigene Interpretation von Dantes Reise im Hier und Jetzt erfahrbar. Die Jury des Aargauer Kuratoriums würdigt die vielschichtige Arbeit, die uns auf eine Reise von der Renaissance in die Gegenwart, von Florenz nach Genf und von der Dichtkunst zur Malerei mitnimmt, mit einem Werkbeitrag. Damian Jurt

 

 

PHILIPPE FRETZ, *1969, Genf, Bildende Kunst & Performance, Werkbeitrag CHF 30’000. philippefretz.ch

Visuals: Porträtbild © Patrick Dupont; «Divine chromatie» oder «Göttliche Chromatie», 2019 © Philippe Fretz;  Ausstellungsbild: Halle Nord, 2019 © Thomas Maisonnasse